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Preisträger "Preis Soziale Stadt 2014"


Bereits zum achten Mal seit 2000 wurde der Wettbewerb "Preis Soziale Stadt", der sich inhaltlich an das Bund-Länder-Programm "Stadtteile mit besonderem Entwicklungsbedarf – die Soziale Stadt" anlehnt, ausgelobt und erfolgreich durchgeführt. Am 1. Juli 2014 fand der Wettbewerb "Preis Soziale Stadt 2014", an dem bundesweit 196 eingereichte Projekte beteiligt waren, mit der in Berlin im Rahmen einer Festveranstaltung zelebrierten öffentlichen Preisverleihung einen gebührlichen, wie gelungen Abschluss. Ort der Ehrung war diesmal das "Radialsystem" in Berlin-Mitte.

Die Preisträger

"Jugendliche begleiten Senioren in Dortmund-Hörde" – diese Idee führt die Generationen im Quartier so zusammen, dass wechselseitig Respekt und Vertrauen entstehen. Ca. 100 Schüler haben sich freiwillig und außerhalb der Schule zu "Seniorenbegleitern" qualifiziert. Sie gehen mit Älteren spazieren, einkaufen, lesen vor oder singen gemeinsam. Mittlerweile werden in den beteiligten Schulen Berufsbilder in der Altenhilfe und Pflege öfter angefragt als in den Vorjahren – ein Zeichen für die Nachhaltigkeit des Vorhabens.
Video zum  Projekt "Jugendliche begleiten Senioren"

Hinter "Youth Changemaker City Solingen" steckt die Erfahrung, dass Jugendliche nicht mit Angeboten von außen beglückt werden wollen, sondern lieber eigene Ideen entwickeln und umsetzen. Auf Dream-It-Do-It Workshops bilden sie Teams und bewerben sich vor einer Jury um eine Mikrofinanzierung. Auf diese Weise unterstützt die AWO Solingen pro Jahr bis zu zehn Jugendteams mit Projekten zu unterschiedlichsten selbstgewählten Themen.
Video zum  Projekt "Youth Changemaker City Solingen"

Durch die Freiraumgalerie – Stadt als Leinwand ist das von Leerstand und Brachen geprägte Gründerzeitviertel Halle Freiimfelde vom vergessenen Stadtteil zum Kreativquartier geworden. Großflächige Wandgestaltungen, verbunden mit der Umgestaltung und Zwischennutzung von Brachflächen machen den Stadtteil zur einzigartigen Kulisse, die durch Kunstaktionen, Bildungsangebote und Nachbarschaftstreffs mit Leben erfüllt ist.
Video zum Projekt "Freiraumgalerie"

Die Langsamstraße in Schortens zum neuen Zentrum für behinderte Menschen ist keine simple Erschließungsstraße, sondern bringt über ungewöhnliche und witzige Verweilstationen Menschen mit und ohne Behinderung zusammen. Nachbarn, Schulen, Kitas und Firmen bringen sich in die Gestaltung ein und haben die Straße zu einer Begegnungsstätte gemacht, in der die Menschen gerne verweilen, sich entschleunigen und miteinander in Kontakt treten.
Video zum Projekt "Langsamstraße"

Mit der Neuen Mitte im Stadtteil Hannover-Hainholz ist es der Stadt gelungen, einen vernachlässigten Stadtraum wiederzugewinnen und in einen belebten Mittelpunkt für alle Bewohner zu verwandeln. Freizeit- und Sportmöglichkeiten im neugeschaffenen "Park der Generationen" korrespondieren mit dem Stadtplatz, der mit Familienzentrum und Kulturhaus zum lebendigen Treffpunkt geworden ist. Die auch architektonisch gelungene Erneuerung basiert auf der breiten Beteiligung der Bewohner am Ideen-, Planungs- und Umsetzungsprozess. Baukultur ist hier ein sichtbares Zeichen für Wertschätzung und Inklusion.
Video zum Projekt in Hannover-Hainholz

"Listen to my story – Orte und ihre Geschichten" will das Selbstbewusstsein der Bewohner des von Hochhäusern geprägten Viertels Freiburg-Weingarten verbessern. Das Image des Gebietes soll nicht weiter durch Außen-Kommentare, sondern durch die Bewohner geprägt werden. Dazu führt der von Radio Dreyeckland initiierte Audio-Guide an 9 Stationen durch den Stadtteil. Der Hörer erfährt Lebensgeschichten von Bewohnern, kann die Entstehung des Viertels nachvollziehen und bekommt über bewegend erzählte Episoden einen Eindruck von der Vielfalt des Lebens im Quartier.
Video zum Projekt "Listen to my story"

In Erfurt ist es der kommunalen Wohnungsgesellschaft KOWO gemeinsam mit vielen Partnern gelungen, die Bewohner zur Mitwirkung an vielfältigen Initiativen in dem ehemals von Leerstand und sozialen Problemen gekennzeichneten Wohngebiet Roter Berg zu motivieren. Das Zusammenspiel vieler scheinbar "normaler" kostengünstiger und niedrigschwelliger Angebote – von der Hausaufgabenhilfe über die Seniorensportgruppe bis hin zu Aktionen wie "Gemeinsam für ein sauberes Wohngebiet" erweist sich als Erfolgsfaktor.
Video zum Projekt "Wohngebiet Roter Berg"

Die Stadtteilgenossenschaft Halle-Neustadt ist aus dem Zusammenschluss verschiedenster Akteure – von im Stadtteil tätigen Unternehmen bis zu sozialen Trägern – im Netzwerk “Wohnen, Arbeiten, Bildung und Integration entstanden. Heute ist die junge Genossenschaft mit Angeboten für Beschäftigung, Bildung, Treffmöglichkeiten und haushaltsnahen Dienstleistungen außerhalb des Marktes der professionellen Anbieter zu einem unverzichtbaren Bestandteil des Stadtteillebens geworden.
Video zum Projekt "Stadtteilgenossenschaft"

In Berlin-Neuköllns Harzer Straße hat die Aachener Siedlungsgesellschaft eine verwahrloste Wohnanlage für und gemeinsam mit Sinti und Roma so erneuert, dass Nachbarschaftskonflikte gelöst wurden und die Integration der rund 600 Menschen erleichtert wird. Die Familien wurden an der Sanierung beteiligt und sind in die Instandhaltung und Pflege einbezogen. Sie erhalten Unterstützung und Begleitung, um im deutschen Alltag an- und zurechtzukommen.
Video zum Projekt in Berlin-Neukölln

In der Dortmunder Nordstadt hat die Stiftung Soziale Stadt gemeinsam mit der Gesellschaft für Wohnen DOGEWO21 und dem Beschäftigungsträger Grünbau ein heruntergewirtschaftetes Wohnhaus saniert, und zwar so, dass Langzeitarbeitslose aus dem Quartier Beschäftigung fanden. Das vom Land und der Stadt unterstützte Vorhaben gilt als Blaupause für die Inwertsetzung weiterer Problemgebäude, um die Abwärtsspirale von Wohnvierteln zu stoppen und gleichzeitig Beschäftigung zu schaffen.
Video zum Projekt in der Dortmunder Nordstadt

Überblick über die Anerkennungen 

  • Das ZukunftsHaus Berlin-Wedding ist ein Ort der Inklusion, der verschiedenste Angebote miteinander verbindet und so Generationen und Kulturen in der Nachbarschaft unter einem Dach vereinigt.
  • Das Projekt "AuRa" in Bremen-Huckelriede unterstützt junge Erwachsene mit Lernproblemen durch die Verbindung von praktischer Arbeit für den Stadtteil und Lernhilfe beim Realschulabschluss und bei der Ausbildungssuche.
  • Die Kölsch Hätz Nachbarschaftshilfen betreuen Senioren in 28 Stadtteilen mit mehr als 500 ehrenamtlich tätigen Bürgern und beugen mit aktivierenden Angeboten der Vereinsamung vor.
  • Bei der Erneuerung des Schusterjungenviertels in Calau übernimmt die kommunale Wohnungsbaugesellschaft weit über ihr Kerngeschäft hinaus stadtentwicklungspolitische und soziale Aufgaben.
  • In der Ellerbruchsiedlung in Dorsten-Hervest haben sich unterschiedlichste Kleineigentümer, Mietervertreter und soziale Träger zusammengefunden und erneuern ihr Quartier auf Basis einer Siedlungsvereinbarung.
  • In Essen Altendorf-Nord/Bochold-Süd stärkt das Stadtteilbüro BlickPunkt 101 das familien- und kinderfreundliche Leben und Wohnen im Quartier.
  • Das Netzwerk INFamilie unterstützt Kinder und Familien in der Dortmunder Nordstadt mit mehr als 30 Projekten, zu denen sich verschiedenste Akteure zusammengefunden haben.
  • In Rosenheim helfen Bürger, die sich als Paten gemeldet haben, Flüchtlingen aus aller Welt bei der Integration in den deutschen Alltag.
  • Der Internationale Frauentreff in Lüneburg-Kaltenmoor bringt Frauen verschiedener Nationalitäten über Kurs- und Hilfsangebote zusammen.
  • Der vom Wohnungsunternehmen ProPotsdam ins Leben gerufene Verein "Soziale Stadt Potsdam" hat sich zu einem breiten stadtteilübergreifenden Akteursbündnis entwickelt.


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Kontakt


vhw - Bundesverband für Wohnen
und Stadtentwicklung e. V.
Geschäftsstelle "Preis Soziale Stadt 2016"
Fritschestraße 27/28
10585 Berlin

E-Mail: preis-soziale-stadt@vhw.de
Internet: www.preis-soziale-stadt.de



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